4 Gründe für Outdoor Fitness


Liegestütze an der Parkbank, Klimmzüge am Baum, Situps auf der Wiese, Joggen am See: Outdoor Fitness ist der neue Trend. Nicht erst seit der Corona-Pandemie.


Im Park, im Wald, am See - egal! Du kannst überall Workouts machen, die nicht nur Deinen Körper trainieren sondern auch gut für die Seele sind.


Nachfolgend gebe ich Dir 4 Gründe, warum Outdoor Fitness das Beste für Dich ist.


No. 1: Outdoor-Sport wirkt stressmindernd und macht glücklich


Hast Du auch bemerkt wie viel mehr Menschen sich seit Beginn der Corona-Pandemie in der Natur bewegen und Sport treiben? Natürlich forcieren die geschlossenen Fitnessstudios diesen Trend, nur im Grunde genommen entdeckt der Mensch etwas wieder, was tief in seinen Genen von der Evolution platziert wurde. Denn die Natur war bis zum Beginn der Zivilisation der Menschheit ihr normaler Lebensraum. Erst der Corona-Virus "zwingt" uns vermehrt zurück zu unseren Wurzeln. Nicht alles in der Pandemie ist schlecht.


Im Grünen, also in der Natur, fühlen wir uns wohl. Die Farbe Grün hat eine entspannende und erholsame Wirkung auf unseren Körper und beruhigt unsere Nerven. Grün stärkt das Immunsystem, hilft bei der Regenerierung von Muskel- und Gewebezellen, steigert die Kreativität, stärkt die Bronchien und reguliert den Blutdruck.


Wir befinden uns also in einem positiven körperlichen Zustand, so dass jetzt auch vermehrt Endorphine (auch Glückshormone) ausgeschüttet werden. Diese Endorphinproduktion wird durch die körperliche Anstrengung verbunden mit der visuellen Wahrnehmung des Umfeldes deutlich verstärkt und verschafft uns ein noch größeres Glücksempfinden.


No. 2: Outdoorsport stärkt das Immunsystem


Im Freien sind wir Sonnenlicht ausgesetzt - auch im Schatten. Das Sonnenlicht regt unseren Körper an Vitamin D zu produzieren. Ein Vitamin, das wir auf keinem anderen natürlichen Weg bekommen können. Mangelt es uns an Vitamin D können Müdigkeit, Depression und Konzentrationsschwäche die Folgen sein.


Sonnenlicht hat daneben laut einer Studie des Georgetown University Medical Center aber noch einen weiteren Effekt: es beschleunigt die Aktivität unserer T-Zellen. T-Zellen sind eine Gruppe weißer Blutkörperchen, die für die Immunkräfte zuständig sind. Durch das blaue Licht im Sonnenlicht werden die T-Zellen angeregt sich schneller zu bewegen und können so viel besser auf Krankheitserreger im Organismus reagieren.


Treiben wir draußen Sport profitieren wir schon mal vom T-Zellen-Effekt. Daneben bringen wir das Herz-Kreislauf-System auf Touren, das Blut zirkuliert stärker und der gesamte Stoffwechsel wird mehr und mehr angeregt. Unser Körper verlangt nach mehr Sauerstoff und wir nehmen ihn über die Atmung in höherem Maße auf. So profitieren wir davon, dass im Freien, vor allem in Parks und Wäldern, der hochwertigste Sauerstoff aufgenommen werden kann. Selbst in Großstädten gibt es viele grüne Oasen, die einem ermöglichen weitgehend Feinstaub unbelastete Luft zu atmen.

Und was ist im Winter? Vor allem in der "dunklen Jahreszeit" ist es umso wichtiger viel Zeit im Freien zu verbringen und im Idealfall auch noch Sport zu treiben, um Sonnenlicht zu tanken, das Immunsystem zu stärken und gesund zu bleiben. Dabei habt keine Angst vor kalter Luft oder vor Regen. Kalte Luft erhöht das Lungenvolumen und verbessert das Immunsystem, und Regen reinigt die Luft von Verunreinigungen des Straßenverkehrs und der Industrie.


No. 3: Outdoor-Sport birgt kaum Ansteckungsgefahr durch Corona


Die Gefahr sich im Freien mit Corona zu infizieren ist im Vergleich zur Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen äußert gering. In diesem Zusammenhang wird sehr viel über Aerosole gesprochen.


Aerosole sind winzig kleine, instabile Tröpfchen oder auch feste Mikropartikel in der Luft (auch Schwebeteilchen), die bei der Übertragung von Viren und Bakterien eine tragende Rolle spielen. Wie z.B. beim Umweltbundesamt nachzulesen ist, besteht in Innenräumen aufgrund des beschränkten Luftvolumens eine generell höhere Wahrscheinlichkeit einer Anreicherung infektiöser Partikel als im Freien. Hier spielen natürlich auch noch Anzahl der anwesenden Personen, Luftaustausch, etc. eine Rolle, nichts desto trotz ist die Luft in einem geschlossenen Raum "ansteckender".


Im Freien besteht der Vorteil, dass dort eine ständige Luftbewegung/-zirkulation stattfindet. Dadurch werden die ausgeatmeten Aerosole nicht nur schnell "verweht", sondern auch verdünnt und trocknen schneller ab. Selbst wenn bei sportlichen Aktivitäten die Atmung intensiviert wird und vielleicht auch mehr Aerosole ausgeatmet werden.


Eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr bedeutet natürlich nicht, dass man sich gar nicht anstecken kann. Solange man sich jedoch nicht face-to-face gegenüber steht und beim reden, atmen oder singen anspuckt, kann im Freien nichts passieren. Also auch Abstand halten ist hier noch eine goldene Regel.


Machen wir also draußen Sport haben wir keine Corona-Infektion zu befürchten.


No. 4: Outdoor-Sport lässt Dich länger dranbleiben


Wenn Du schon mal im Fitnessstudio trainiert hast, kennst Du vielleicht das Gefühl der Eintönigkeit bei Trainieren an Geräten. Schon wieder an den Rückenstrecker, wieder an die Beinpresse, wieder, wieder, wieder. Dabei schaust Du von hinten gegen die nächste Maschine oder versuchst den Kopf so zu recken und zu strecken, dass Du Dich selbst im nächst gelegenen Spiegel entdecken kannst. Irgendwann wird das Trainieren einseitig, monoton und die anfängliche Euphorie ist nach 3 Monaten verflogen.


Die Natur ist dagegen abwechslungsreich. Du kannst dir jeden Tag einen anderen Ort zum trainieren suchen, eine andere Umgebung wählen. Feste Untergründe, rutschige Untergründe, weiche Untergründe, Bäume, Felsen, Wurzeln und oder Stämme werden deine Trainingsgeräte. Jetzt denkst Du vielleicht, was soll ich denn draußen trainieren, da kann man ja nur laufen.


Du kannst auch im Freien ein Full-Body-Workout machen, das dich jedesmal auf eine andere Art und Weise fordert: Push-Ups, Squats, Lunges, Pull-Ups, Situps, Bear Crawl, Step-Ups, Mountain Climber uws. und für all das brauchst Du nur Deinen Körper. Nimmst Du Dir noch einen Schlingentrainer in einem kleiner Rucksack mit und befestigst diesen an einem stabilen Ast gehts noch weiter und vielfältiger beim Training zu. Eins garantier ich Dir: langweilig wird es nie. Das ist auch das, was mir meine Klienten beim Personal Training im Freien spiegeln.



Quellen:

https://pubs.acs.org/doi/10.1021/es102947t

https://www.solaga.de

https://www.foodspring.de/magazine/endorphine#:~:text=Endorphine%20sind%20k%C3%B6rpereigene%20Hormone.,im%20R%C3%BCckenmark%20und%20Gehirn%20an

https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/innenraumluft/infektioese-aerosole-in-innenraeumen#welche-bedeutung-haben-modellrechnungen-fur-die-einschatzung-eines-infektionsrisikos-mit-sars-cov-2-in-innenraumen

https://www.dw.com/de/faktencheck-coronavirus-infektionsgefahr-im-freien/a-56770832)





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